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Projektarchiv

XENOS: Interkulturelle Kompetenz und Inklusion in der Personalauswahl der Polizei

Projektlaufzeit:
01.01.2012 bis 31.12.2014

Leitung:
Prof. Dr. Rainer Leenen (Forschungsschwerpunkt Interkulturelle Kompetenz durch interkulturelle Personal- und Organisationsentwicklung)

Projektpartner:
Prof. Dr. Siegfried Stumpf (FH Köln)
Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei in NRW

Kontakt:
Dipl.Psych. Alexander Scheitza, Alexander.Scheitza@fh-koeln.de
Suse Düring-Hesse, Suse.Duering-Hesse@fh-koeln.de

Projektbeschreibung:
In Nordrhein-Westfalen, dem bevölkerungsreichsten Bundesland Deutschlands, liegt der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund bei 23%. In der Personalstruktur der öffentlichen Verwaltung spiegelt sich diese kulturelle Vielfalt allerdings nicht wieder: Das Ministerium für Arbeit, Integration, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen schätzte 2011 den Anteil von Beschäftigten mit Zuwanderungsgeschichte im Öffentlichen Dienst auf 2 bis 3%. Mit dem 2012 verabschiedeten Gesetz zur gesellschaftlichen Teilhabe und Integration in Nordrhein-Westfalen wird daher explizit die interkulturelle Öffnung der Landesverwaltung angestrebt. Der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund soll gesteigert, interkulturelle Kompetenz in der Mitarbeiterschaft gezielt gefördert werden.
Die Polizei beschäftigt sich schon seit längerem mit den Herausforderungen einer kulturell vielfältigen Gesellschaft. Interkulturelle Kompetenz ist ein ausdrückliches Ziel der polizeilichen Aus- und Fortbildung. Ob die Personalauswahlverfahren dieses Ziel allerdings ausreichend berücksichtigen, ist unklar. Seit mehreren Jahren versucht die Polizei in NRW zudem, mehr Menschen mit Migrationshintergrund für den Polizeidienst zu gewinnen. Diese Bemühungen sind aber nur zum Teil von Erfolg gekrönt: In den vergangenen Jahren hatten gut 15% der Bewerber/innen einen Migrationshintergrund; bei den Einstellungen betrug der Anteil der Migranten/innen jedoch lediglich 6-8%. Dies wirft die Frage nach möglichen Zugangshindernissen auf.

Der Forschungsschwerpunkt Interkulturelle Kompetenz der Fachhochschule Köln hat mit dem Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei in NRW (LAFP) bereits Projekte zur interkulturellen Weiterbildung erfolgreich durchgeführt. Mit dem neuen, durch das XENOS-Programm "Integration und Vielfalt" geförderten Projekt "Interkulturelle Kompetenz und Inklusion in der Personalauswahl der Polizei" wird nun der sensible Bereich der Personalauswahl ins Visier genommen. Das Projekt verfolgt zwei Zielperspektiven: Zum einen soll das Kriterium Interkulturelle Kompetenz bzw. die Fähigkeit zur Entwicklung interkultureller Sensibilität in das Auswahlverfahren der Polizei integriert werden. Zum anderen sollen die im Auswahlverfahren eingesetzten Methoden einem möglichst hohen Standard von Kulturfairness entsprechen. Durch derartige Modifikationen im Personalauswahlverfahren der Polizei NRW sollen interkulturelle Öffnungsprozesse der Organisation weiter gefördert und jungen Menschen mit Migrationshintergrund der Zugang zum Polizeiberuf erleichtert werden. In der ersten Projektphase werden durch eine empirische Untersuchung die interkulturellen Anforderungen an Polizeibeamtinnen und –beamte geklärt. Auf dieser Grundlage sollen dann die Methoden der Personalauswahl überprüft und ggf. angepasst werden. Die Entwicklung einer interkulturellen Schulung für Personen, die innerhalb der Polizei die Personalauswahlinstrumente umsetzen, rundet das Projekt ab.