Inklusive Bildung im Abseits?! – Inklusion und Diversität als Herausforderung für Schule und Soziale Arbeit in marginalisierten Kölner Quartieren
Verantwortlicher:
Prof. Dr. Markus Ottersbach (Fachhochschule Köln, Interkult)
Prof. Dr. Lisa Rosen (Universität zu Köln)
Mitarbeiter:
Sultan Kilic M.A. (Fachhochschule Köln, Interkult)
Sabine Roeber M.A. (Universität zu Köln)
Laufzeit:
01.04.2012 bis 31.07.2013
Fördernde Stiftung:
Rheinenergie Stiftung Jugend, Beruf, Wissenschaft
Kooperationspartner:
Universität zu Köln
Projektidee:
In dem Projekt „Inklusive Bildung im Abseits?! – Inklusion und Diversität als Herausforderung für Schule und Soziale Arbeit in marginalisierten Kölner Quartieren“, was von der RheinEnergie Stiftung finanziert wird, gehen wir der Frage nach, welche Beiträge in institutionellen Kontexten wie der Schule und in Einrichtungen der Sozialen Arbeit zur Bildungsinklusion geleistet werden (können). Inklusive Bildung verstehen wir dabei als Kompetenzerwerb und -vermittlung zwecks gleichberechtigter Teilhabe am gesellschaftlichen Leben bzw. im Sozialraum. Gemäß diesem Verständnis bezieht sich inklusive Bildung nicht nur auf die Partizipation von Menschen mit Behinderungen, sondern berücksichtigt weitere Kategorien sozialer Unterscheidung und Ungleichheit wie ‚race‘, ‚class‘ und ‚gender‘.
Die Projektidee bezieht sich auf die Impulse der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung und die Selbstverpflichtung der Stadt Köln, einen Inklusionsplan zu erarbeiten. Exemplarisch sollen anhand von zwei Einrichtungen der Sozialen Arbeit und zwei Schulen in marginalisierten Stadtvierteln von Köln die bereits vorhandenen inklusiven Bildungspraxen (explizit und implizit) nachgezeichnet und Herausforderungen wie Chancen aus Sicht der beteiligten Akteure herausgearbeitet werden. Die Umsetzung des Vorhabens erfolgt in zwei Teilprojekten (Schule und Soziale Arbeit), da Bildung gleichzeitig ein Auftrag an die Funktionen sowohl des Bildungs- als auch Hilfesystems verbunden ist und somit Institutionen der Schule und der Sozialen Arbeit näher ins Blickfeld der Betrachtung rücken. Das Teilprojekt „Soziale Arbeit“ wird an der Fachhochschule Köln verwirklicht, während das Teilprojekt „Schule“ an der Universität zu Köln stattfindet. Methodisch wurde im Rahmen des Projekts der qualitative Zugang gewählt. An Schulen und sozialen Einrichtungen in marginalisierten Quartieren werden Experteninterviews und Interviews mit Jugendlichen bzw. Schüler und Schülerinnen durchgeführt.
Ziel des Projektes ist es, auf lokaler Ebene (sozial)pädagogisches Handeln im Umgang mit Differenzen über die Grenzen der einzelnen Bildungsinstitutionen hinweg zu dokumentieren und zu reflektieren. Neben den zu berücksichtigenden Differenzlinien körperliche und geistige Behinderung sowie Geschlechterverhältnisse liegt der Schwerpunkt der intersektionellen Analyse auf Migration und Klasse. Der Erkenntnisgewinn besteht darin, die subjektiven Sichtweisen von Schüler/ Schülerinnen, Lehrer/ Lehrerinnen, Sozialarbeitern/ Sozialarbeiterinnen und Klienten/ Klientinnen zu rekonstruieren und somit die Debatte um Inklusion zu ergänzen.
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